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Uster, wie es leibt und lebt

15.01.2018

 

Uster, wie es leibt und lebt USTER Ein Bauvorstand mit Kummerbund, eine Gemeinderätin als Grace Kelly verkleidet und viele erstaunlich geübte Tänzer: Am Neujahrsball am Samstag spielte Uster wieder einmal einen Abend lang "Gesellschaft". Was den Neujahrsball Uster ausmacht? Ursula Mengelt, Präsidentin des Wirtschaftsforums Uster, sagt es so: "Der Neujahrsball - das heisst, Vertrautes in anderer Ambiance erleben, viele bekannte Gesichter, aber anders gekleidet, in gehobener Stimmung, ganz im Moment." Wie ein Augenschein vor Ort zeigt, besteht "Usters erstes gesellschaftliches Highlight des Jahres " (Ankündigung auf der Website) dabei vor allem aus vier Komponenten. Sich zeigen, gesehen werden  Ex-Skirennfahrerin Brigitte Oertli, Sänger Moritz (Schlanke), Spitaldirektor Andreas Mühlemann oder Unternehmer Ernst Ryffel - wenn es so etwas wie Ustermer Prominente gibt, dann sind sie am Samstagabend im Stadthofsaal. Dazu die Stadträte Esther Rickenbacher (SP), Thomas Kubier und Cla Famos (beide FDP), Stadtratskandidatin Petra Bättig (ebenfalls FDP) sowie zahlreiche Gemeinderäte, fast ausschliesslich aus dem bürgerlichen Lager. "Der Neujahrsball war früher der Gewerbeball, die meisten Gäste kommen auch heute noch aus diesem Bereich ", sagt Urs Lüscher, der den Anlass dieses Jahr zum letzten Mal organisiert hat (siehe Box). Für Country-Sänger Marco Gottardi, der selber einen Gastauftritt hat, ist klar: "Für viele ist das heute Abend auch Wahlkampf. " Sekundarlehrer Dieter Heinz hat damit kein Problem: "Man hat unsere Politiker jedenfalls noch nie so gut angezogen gesehen." Kleider, die Leute machen  Tatsächlich: An den Dresscode "gepflegte Abendgarderobe" hält sich ausnahmslos jeder der über 200 Gäste. Auffallend viele Herren tragen Fliege, die Damen oft aufwendige Abendkleider. Eric Hussein hat sich extra einen eierschalenfarbenen Tuxedo angeschafft, ein Dinner-Jackett, wie es Roger Moore als James Bond trug. "Die Ladys lieben es", sagt der braun gebrannte, grau melierte Mitfünfziger aus London, der in der Heimat seiner Freundin Sandy Pfister zu Besuch ist. Viele Männer hingegen drehen sich nach GLP-Gemeinderätin Beatrice Mischol um. Sie trägt ein hautenges, schwarzes Spitzenkleid und hat die blonden, langen Haare zum Lockenturm toupiert. "Grace Kelly in Uster", flüstert ein älterer Herr. Bauvorstand Thomas Kubier weist derweil seinen Tischnachbarn auf eine modische Unterlassung hin. "Zum Smoking gehört ein Kummerbund" - eine Schleife aus Stoff, die um die Hüfte getragen wird und den Hosenbund überdeckt. "Darf ich bitten"  Die Tanzfläche ist bereits nach der ersten Vorspeise voll besetzt. Die Kapelle des Ustermers Gino Todesco spielt das ganze Programm, vom Walzer über Foxtrott und Cha-Cha-Cha bis .zu Hits von Dean Martin und Paolo Conte. Viele Paare scheinen Übung zu haben. "Wir gehen jedes Wochenende irgendwo tanzen ", sagt Ursula Schneider aus Bäretswil, die wie ihr Mann Walter eine spanische Tracht trägt. Auch Stadtrat Cla Famos und seine Frau Rita beherrschen mehr als eine Drehung. "Wir haben extra geübt", sagt der frühere Pfarrer. Weniger zufrieden mit ihrem Partner ist hingegen Claudia Tschirpe aus Pfäffikon. "Beim Foxtrott ist er mir dreimal auf den Fuss gestanden. Die modernen Tänze liegen ihm eindeutig besser. Energieschub fürs Parkett  Der Neujahrsball - das ist ein Pendeln zwischen Essen und Tanzen: Sechs Gänge gibt es als Energieschub fürs Parkett. "Oder umgekehrt zum Glück immer wieder Bewegung zwischen dem Schlemmen", wie Hauswirtschaftslehrerin Maja Heiz erklärt. Das Menü entspricht dem Preis für die Eintrittskarte von 155 Franken: Geflügelcremesuppe unter Blätterteighut, Randencarpaccio mit Jakobsmuscheln, Prosecco-Risotto mit Lammfilet, Blutorangensorbet, Kalbshuft mit Pilzen und Toggenburger Schlorzifladä mit Passionsfruchtparfait zum Dessert. "Wir sind keine grossen Tänzer und werden uns ganz ans feine Essen halten", sagt Reto Bosshard schon zu Beginn des Abends. Unbekannt ist, ob er und seine Frau Jasmin bei dieser klaren Priorität am Schluss noch überhaupt Platz hatten für den Imbiss für den Heimweg: den heisscn Flciachküse im Brötchen.  Dass am Ustermer Neujahrsball auch das Trinken nicht zu kurz kommt, macht sich vor allem zu späterer Stunde bemerkbar - besonders gut hörbar etwa am Roulette-Tisch: wohl nicht um Geld ge wird, beklagen einzelne S] ihren Verlust so laut, das frühere Groupier des Ca Baden gar um "Etikette" l muss. Gelassen bleibt daj Stadtrat Thomno Kubier,  willkürlich, wie die Kugc- Rot oder Schwarz springt, men mir manchmal auc: Entscheidungen des Gerne rats vor."

 

Organisator Urs Lüscher hört auf

Neunmal hat Urs Lüscher den Ustermer Neujahrsball organisiert, dieses Jahr zum letzten Mal. 2019 werden der Ustermer Pianist und Musikveranstalter Chris Conz sowie Sänger Moritz Schlanke den Anlass organisieren. "Wehmut kommt erst jetzt am Abend auf", sagt Lüscher. Der Anlass funktioniere gut, brauche aber von Zeit zu Zeit auch wieder neue Impulse. "Diese werden meine Nachfolger sicher geben können." Lüscher hat den Neujahrsball als Geschäftsführer der Büro-Lektro Lüscher übei men. Inzwischen ist er an i Augenleiden erkrankt un beitet als Sekretär beim Schweizerischen Blinden- und behindertenverband. "Ich habe vor nicht langer Zeit 50 g den und möchte mich noch weiteren Projekten widmen" der Ustermer.  

 

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